Becquerels

Paris, 1896: Der französische Physiker Antoine Henri Becquerel entdeckt, mehr oder weniger durch Zufall, die Radioaktivität. Ähnlich – wenn auch über 100 Jahre später – verhält es sich bei den Becquerels. Ob sie mit ihrer Musik einen Hit landen, unterliegt dem gleichen Zufallsprinzip wie die Entdeckung radioaktiver Strahlung. Das stört die Münchner Band allerdings ganz und gar nicht. Es mag nach Resignation klingen und nach Kapitulation vor allgegenwärtigen Hypes und übermächtigem Retortenpop. Doch hinter dem rebellischen und fast schon altmodisch romantischen Ansatz der Becquerels steckt mehr: der Wille, dem Popzirkus wieder zu mehr Nachhaltigkeit zu verhelfen. Denn, sind wir mal ehrlich, niemand kann sich vorstellen, dass nachfolgende Generationen irgendwann die heutigen Millionenseller von Lady Gaga, David Guetta, Nicky Minaj oder Skrillex am Lagerfeuer trällern. Die Becquerels machen alles, nur keine halben Sachen. Und während die ersten Demos bereits Form annehmen, bleibt die Frage offen, ob die Becquerels ihr selbst gestecktes Ziel erreichen und ihre Musik auch noch in über 100 Jahren Bestand haben wird.
Aber das entscheidet – wie so oft im Leben: der Zufall.

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Basisdaten

Montag, 17. Juni 2013, 19.30 Uhr

Stil: Indierock

Sparte: Musik: Musikgruppe